Spirit of Europe
Promotion-DVD und Konzertfilm
A / © 2004 / PAL 4:3 stereo
Regie: Wolfgang Hackl
Schnitt: Gernot Grassl
Kamera: Wolfgang Hackl, Alex Haspel,
Manfred Haspel, Oliver Indra, Christian Waldl
Ton: Sebastian Postl / AviMedia
Produktionleitung: Ursula Stahrmüller
Produktionsassistenz: Elisabeth Hackl
Vom 5. bis 8. Juli 2004 begleitete das a1plus-Team das neue Orchester
"Spirit of Europe" bei Proben und Konzerten im Kolomanisaal
des Stift Melk, Niederösterreich. Mit aufwendiger Mehrkameratechnik
(15 Kameras) wurden eine Generalprobe und zwei Konzerte unter der Leitung
von Maestro Philippe Entremont gedreht, musikalisch spannt sich
der Bogen von Wolfgang A. Mozart bis Anton Dvorak.
SPIRIT OF EUROPE - Das neue europäischer Orchester
Das neue europäische Orchester «Spirit of Europe» fördert
nachhaltig Toleranz und Integration im neuen, noch größeren
Europa. Neugier, Offenheit und die natürliche Überzeugungskraft
sowie das Bewusstsein, dass die interkulturelle Verschmelzung zum Reichtum
aller Regionen gehört, zeichnen das Ensemble aus. Die Idee, die dahinter
steckt, wird von dem Orchester aufgegriffen, nimmt in Niederösterreich
ihren Ausgang und wird zur angreifbaren europäischen Integration,
die am Konzertpodium beginnt und in den Köpfen der Zuhörer weiterklingt.
Dem internationalen Konzertpublikum steht in unserer Zeit eine Vielzahl
an Spitzenensembles zur Verfügung. So manches Orchester behauptet
von sich, das beste zu sein. Möglicherweise haben sie alle recht.
Die Eindringlichkeit der Interpretation gepaart mit vollendeter technischer
Brillanz nimmt heute oft ein Maß an, welches die Wahl eines Favoriten
als reine Geschmacksache erscheinen lässt. Der Beruf des Künstlers
erscheint als Traumjob schlechthin, Weltklassestars symbolisieren beneidenswerte
Idole, losgelöst von jeder Erdenschwere. Die Schattenseiten bleiben
dem Publikum jedoch verborgen: ständiges Anwachsen der Zahl höchstqualifizierter
Musiker bei gleichzeitiger Kürzung der finanziellen Mittel, Übernahme
des wahnwitzigen Arbeitstempos der westlichen Industriegesellschaft erzwungen
durch Konkurrenzkampf und finanziellen Druck. Bei dieser Entwicklung laufen
künstlerische Berufe Gefahr, in Routine und Frustration zu ersticken,
wo sie doch nur von innerer Hingabe und Kreativität leben können.
Spirit of Europe kämpft als Kammerorchester, der vielleicht höchsten
Form des individuellen Miteinanders, bewusst gegen diese krankhaften Tendenzen
an und versteht sich darüber hinaus als Mittler und Katalysator zwischen
den wesentlichen Segmenten von Seele und Geist. Die Organisation des Orchesters
ist ständig bemüht, auf die spezifischen Bedürfnisse der
Musiker einzugehen. Diese Einbettung in optimale Arbeitsverhältnisse
und die fruchtbringende Zusammenarbeit ausgewählter Musiker, Dirigenten
und Solisten von Weltrang vermag ein Höchstmaß von Motivation
und persönlichem Engagement zu erwecken. Die Glut dieses Geistes
soll sich auf das Publikum übertragen, welches seinerseits instinktiv
nach solchen Konzerterlebnissen sucht.
Aber nicht nur der intensive Austausch zwischen Musikern, Dirigenten
und Publikum ist das Anliegen von Europas neuem Orchester. Interdisziplinarität
ist die neue Zauberformel, der sich immer mehr Projektmanager ausgiebig
bedienen. Es ist zur Regel geworden, dass wissenschaftliche Arbeitsmethoden
eines Forschungsgebietes oft überraschende Lösungen von Problemen
weit entfernter Disziplinen ermöglichen. Bislang fremde Denkweisen
eröffnen hochinteressante, neue Zugänge auf allen Gebieten.
Spirit of Europe ist mit im Spitzenfeld derer, welche versuchen, dieses
neu entdeckte Feld geistesgeschichtlicher Entwicklung fruchtbar zu machen.
Als gebender Teil, etwa bei speziellen Seminaren für Topmanager aus
der Wirtschaft, in denen explizite Darlegung etwa der Probenstruktur des
Orchesters zu völlig neuen Sichtweisen und Strategien verhilft. Aber
auch gegenläufig als wissbegieriger, aufnehmender Organismus, der
aktuelle Erkenntnisse der Neurologie ebenso zu nützen weiß
wie jüngste Erfahrungen auf dem Sektor der Sportwissenschaften. Immer
mehr Menschen machen die Erfahrung, dass etwa eine Bergtour mehr Ideen
einbringt als vielstündiges Schreibtischhocken. In der Tat können
Natur- und Sporterlebnisse auf neuronaler Ebene ein erweitertes Archiv
von Kreativitätsrezepturen verschalten, die in Zukunft interdisziplinär
und besonders effektiv im künstlerischen Bereich verwendet werden
können. Soviel zur anfangs vielleicht befremdenden Tatsache, dass
in den Reihen von Spirit of Europe viele Spitzensportler zu finden sind,
Mountainbiker, Marathonläufer, der Konzertmeister sogar aktiver Extremkletterer.
Das Sich-Aussetzen der ständig wechselnden Stimulation all dieser
unterschiedlichen Inhalte macht einen Teil des Geheimnisses von Spirit
of Europe aus, ganz im Sinne des großartigen österreichischen
Musikers Gustav Mahler: "Tradition ist Bewahrung des Feuers, nicht
Anbetung der Asche"
Spirit of Europe
- Eine KulturInitiative von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
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Fotos: a1plus

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